Unverschämt attraktiv, unanständig reich, ein wahrer Gentleman. All das ist Dante Cipriani – äußerlich. In ihm lodert hingegen das Feuer seiner Herkunft, die um jeden Preis geschützt werden muss. Denn Gipsys haben in der High Society nichts verloren.
In einer Bar in Taormina wehrt sich Carina Byron, die Tochter des Earl of Willingdon, gegen einen aufdringlichen Grapscher. Erfolglos. Kurz entschlossen gibt sie den Erstbesten als ihren Ehemann aus. Er spielt mit, lässt seine Finger durch ihre roten Haare gleiten und nennt sie Foxy. Mit seinen schwarzen Locken und den dunklen Augen ist ihr Mr-Dark-and-Hot Verführung pur. Ohne seinen Namen zu kennen, verbringt sie eine unvergessliche Nacht mit ihm. Am nächsten Morgen bittet er sie um ein Date am selben Abend. Doch eine Nachricht aus England zwingt sie, Hals über Kopf abzureisen. Dennoch kehren ihre Gedanken immer wieder zu ihrem Fake-Ehemann zurück. Auch der heißblütige Gipsy kann Foxy nicht vergessen, aber die Suche nach ihr ist vergeblich. Er wird zum verschlossenen, kühlen Workaholic. Bis ein Anruf alles ändert …
Abgeschlossener Liebesroman mit heißen Szenen und Happy End.
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Kennenlernen: Monica Bellini
Leseprobe
Der Anblick seines schweißglänzenden Oberkörpers raubte ihr zum wiederholten Mal den Atem. Er trieb sie in den Wahnsinn. Mr-Dark-and-Hot war hinreißend, intelligent, sexy und lustig. Allerdings war jetzt von seinem Humor nichts mehr zu spüren, jedoch war er in ihr – und das war schlichtweg das unwahrscheinlichste Gefühl ihres Lebens. Carina hatte Gelegenheitssex mit einem Mann, von dem sie nicht einmal den Namen kannte. Sie! Noch nie zuvor hatte sie gegen eine ihrer Regeln verstoßen. Gegen die ihrer Familie hingegen immer wieder, aber stets im Rahmen der Normalität. Denn das, was sich für den englischen Hochadel nicht ziemte, war für andere Menschen alltäglich. Sie hatte es sich schließlich nicht ausgesucht, als Tochter des Earl und der Countess von Willingdon geboren zu werden. Es war einfach passiert. Was noch lange kein Grund dafür war, im einundzwanzigsten Jahrhundert, nur weil man unglücklicherweise mit weiblichen Geschlechtsmerkmalen zur Welt gekommen war, sich wie ein hirnloses Dummchen zu verhalten. Beim Tee abgespreizte kleine Finger, Stickrahmen und züchtig gesenkte Blicke, sobald ein männliches Wesen in der Nähe war, gehörten der Vergangenheit an. Einer sehr weit entfernten, nach der sich keine Frau, egal welchen Standes, sehnte. Kaum eine, berichtigte sie sich. Suzanne, Cynthia und Ruby hatten immer wieder seufzend betont, dass sie auf der Stelle mit ihr tauschen würden, um sie einen Moment später zu überreden, den Abend in einem der vielen Londoner Clubs zu verbringen, anstatt daheim zu bleiben und zu studieren. Denn das war es, was ihre Eltern und ihre Großmutter von ihr erwarteten. »Du bist deinem Stand verpflichtet«, war das Mantra, das man ihr von klein auf eingebläut hatte. »Und meiner Familie«, hatte sie stets verständnisvoll nickend hinzugefügt und sich gleichzeitig in Gedanken damit beschäftigt, ihre Grenzen zu überschreiten, ohne den Anschein zu erwecken, genau das zu tun.
Seit dem Beginn des Studiums an der LSJ und dem Erreichen der Volljährigkeit hatte sie mit unschuldigem Augenaufschlag immer öfter die Karte ausgespielt, die ihr mehr Freiraum bot. Die tägliche Fahrt nach London raubte Zeit, die somit dem Lernen entzogen wurde und die Studiendauer mindestens um ein Jahr verlängerte, was wiederum eine mittelgroße Katastrophe bedeutete. Nicht für sie, denn wenn es nach Carina gegangen wäre, hätte sie den Abschluss auf unbestimmte Zeit verzögert. Vorzugsweise einige Jahrzehnte, bis ihr Gesicht faltig und ihr Körper den natürlichen Gesetzen der Schwerkraft folgend nicht mehr als knackig und frisch bezeichnet werden konnte. Denn obwohl der Earl of Willingdon zwar kein vorsintflutliches Heiratsversprechen mit dem Vater eines männlichen Sprosses eines anderen Adelsgeschlechtes getroffen hatte, so stand eines unmissverständlich fest: Sie, Carina Mary Ann Byron, würde standesgemäß heiraten, und zwar spätestens ein Jahr nach Abschluss ihres Studiums.
Sie seufzte – und versank in der Tiefe der funkelnden braunen Augen, die ihren Blick suchten.
[…]
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