„Feuertod: Mord im Schlossgarten“ von Martina Schmid


Ein Brandanschlag entfacht ein Feuer aus Intrigen, Lügen und persönlichen Racheakten.

Als Hauptkommissar Hinterdobler diesmal zum Schauplatz eines Verbrechens gerufen wird, bleibt ihm buchstäblich die Spucke weg – eine Seltenheit für den hartgesottenen Ermittler. Denn was er vorfindet, ist ein an Grausamkeit kaum zu überbietendes Spektakel: Der Direktor der Landwirtschaftsschule in Wiesent wurde bei lebendigem Leib angezündet, und nur die verkohlten Überreste des Schulleiters zeugen von den qualvollen letzten Momenten seines Lebens.

Eine unscheinbare Zündholzschachtel scheint Hinterdobler und sein Team zunächst auf die richtige Spur zu führen. Was aber hat der Sportlehrer Fritz Schmidt mit der Sache zu tun und welche Abmachung hatte er mit dem Direktor getroffen? Ist die „weiße Weste“ des Ermordeten vielleicht nicht so makellos, wie es den Anschein hat? Und liegt das Geheimnis in seiner Vergangenheit?

Während Hinterdobler sich mit diesen Fragen herumschlägt, feiert Tante Traudl zu seinem Entsetzen ihren sechzigsten Geburtstag in einer Spielbank und überrascht ihn darüber hinaus immer wieder mit neuen kulinarischen Erfindungen. Neuerdings hat sie den „Schweinshax’n-Wrap“ kreiert und will damit den Schritt in die Selbstständigkeit wagen …

Der 7. Fall für der Bayernkrimi-Reihe um Hauptkommissar Toni Hinterdobler – mit Humor und Lokalkolorit.

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Kennenlernen: Martina Schmid

Leseprobe
„Ich glaub‘, dir brennt der Hut!“, schimpfte Kathi Wimmer, Hinterdoblers Sekretärin, die nach dem Mutterschutz ihre Tätigkeit bei der Polizeiinspektion Wörth erst kürzlich wiederaufgenommen hatte, lautstark und wild gestikulierend. Sie hatte den Telefonhörer hinters Ohr geklemmt und war so in ihr Gespräch vertieft, dass sie den Hauptkommissar nicht kommen hörte.
„Herrschaft, Kathi! Leg endlich auf! Nicht der Hut brennt, sondern der Herr Schuldirektor Müller!“
„Bitte, was??? – Das ist ein schlechter Witz!“ Kathi verdrehte kaugummikauend die Augen. Und in diesem Moment erinnerte sie den Hauptkommissar ein kleines bisschen an eine Kuh… Kathi war seit der Geburt ihres ersten Kindes kurz vor Weihnachten fülliger geworden. Oben, unten, in der Mitte – eben überall ein bisschen, aber dennoch in einem Maß, das ihrer Attraktivität keinen Abbruch tat. Hinterdobler registrierte diese Tatsache, während er nach einer passenden Antwort suchte.
„Für Witze werden wir hier nicht bezahlt, meine Liebe!“, erklärte er mit strengem Blick, während sich auf seiner Stirn eine steile Falte bildete. „Also nochmal: Hans Müller, der Direktor der Landwirtschaftsschule in Wiesent brennt! Genauer gesagt, er hat gebrannt. Seine verkohlte Leiche liegt im Schlossgarten. Ich habe eben auf meinem Apparat einen Anruf vom Hausmeister der Schule bekommen, denn bei dir war ja leider permanent das Telefon besetzt…“
„Oh, mein Gott, wie schrecklich!“, stammelte die Sekretärin und hielt sich entsetzt die Hand vor den Mund. Sie sah Hinterdobler jetzt mit noch größeren Augen und noch ungläubiger an. „Soll ich gleich…?“
„Nein. Ich habe der Spurensicherung schon Bescheid gegeben. Die sind bereits unterwegs.“ Hinterdobler hatte wieder einmal Kathis Gedanken gelesen. Seine Sekretärin und er waren ein eingespieltes Team. Zumindest den größten Teil des Tages…

[…]


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