Dieser nicht ganz, aber in Teilen doch ernst gemeinte Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie auf dem schnellsten Weg zum Bestsellerautor werden. Wie Sie also reich und berühmt werden, denn darum geht es Ihnen ja letztlich. Er hilft Ihnen bei den dafür wesentlichen Fragen: müssen Sie überhaupt schreiben können? Wenn ja, wie gut? Hat die Literatur eine Zukunft und falls ja, wieviel lässt sich mit ihr verdienen? Welches geistige Gerüst, welche Mentalität brauchen Sie, ja sogar welches Sternzeichen müssen Sie sein, um Bestseller-Autor zu werden?
Welchem Genre sollten Sie sich zuwenden, über welches Thema sollten Sie schreiben (auf keinen Fall über Serienkiller) und welchen Titel sollten Sie Ihrem Werk geben? Wollen Sie zu den fleißigen Autoren, den „Industriearbeitern“, gehören oder zu den Genies, die nur alle Schaltjahre veröffentlichen?
Wie sieht es auf der „anderen Seite“ aus, bei Ihren Kunden: den Agenten, Verlegern, Lektoren, Buchhändlern und Lesern? Wie ticken diese Leute? All das müssen Sie wissen, wenn Sie einen Beststeller landen wollen und sicherlich interessiert es Sie auch, was Sylvester Stallone zu diesem Thema beizutragen hat.
Geheimnis Bestsellerautor – der ultimative Ratgeber für alle Schreibfreaks und jene, die es werden wollen. Mit einem Vorwort von Stephen King (Friedhof der Kuscheltiere) und einem Nachwort von Thomas Harris (Das Schweigen der Lämmer). Zwinkersmiley

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Vorwort von Stephen King – Schreiben kann doch jeder
Entschuldigung, ich weiß wirklich nicht, warum Sie nicht schreiben? Schreiben kann doch jeder. Warum also nicht auch Sie? Haben Sie keine Lust oder was stimmt mit Ihnen nicht? Schreiben kann jeder, genauso wie lesen. Okay, fast jeder. Es gibt Leute, die lesen vor, dass es einer Sau graust. Aber zurück zum Schreiben. Es ist dringend notwendig, dass wieder mehr Leute schreiben, so wie früher. Als es noch kein Internet gab und keinen PC und als die Red Sox noch wussten, wie man Spiele gewinnt. Zu Zeiten also der guten alten Schreibmaschine, als noch kein Copy & Paste, sondern Farbband und Tipp-Ex en vogue waren. Was wurde da nicht alles geschrieben! Da hatte es den Leuten noch Spaß gemacht, auf die Tastatur zu hämmern, so wie es Billy Joel Freude macht, in die Tasten seines Klaviers zu hauen. Aber heute? Heute tun die Leute alles Mögliche, nur nicht schreiben: sie zocken, chatten, chillen, daten, updaten, downloaden und connecten. Oder noch schlimmer: sie treiben Sport. Womöglich auch noch Outdoor. Entweder an Land (joggen), auf dem Wasser (surfen) oder in der Luft (jumpen). Können Sie mir sagen, wozu das gut sein soll? Bringt das die Menschheit weiter? Sehen Sie!
Und die Folgen haben wir alle auszubaden. Wir, die wir doch alle so gerne lesen. Besonders Sie, ja Sie! Dabei gibt es kaum noch Bücher. Zum hundertsten Mal müssen wieder die alten Klassiker aufgelegt werden, weil nichts mehr Neues kommt. Schauen Sie doch nur ins Internet. Nicht ein einziger Selfpublisher! Weil keiner Lust hat, zu schreiben. Es ist ein Jammer. Dabei ist es im Grunde ganz einfach. Sie müssen zunächst bloß die Frage klären: bin ich ein Mann oder eine Frau? (Was ja neuerdings nicht mehr so einfach sein soll.) Und dann schreiben Sie. Als Frau schreiben Sie den `frechen Frauenroman`. Sein Rezept: armes Dummchen trifft reichen Traumprinz und am Ende heiraten sie. Ha! Da wären Sie jetzt nicht drauf gekommen! Billig geht immer. Die Leserinnen können gar nicht genug davon bekommen.
Gehören Sie zu den etwas älteren Damen, die sich mit solch einer Schmonzette nicht anfreunden können, sondern sich lieber selbst verwirklichen wollen, dann schreiben Sie den `Midlife-Crisis-Roman`: Frau über 40, mitten im Leben stehend, umgeben von Kindern, Hund, Pferd, Ehemann und nerviger Schwiegermama verliebt sich in ihren arabischstämmigen Fitnesstrainer und plant den Ausbruch aus der Spießerwelt. Zusammen flüchten sie nach…sagen wir…Honolulu. Dort bleiben sie so lange, bis die moderne Frau merkt, dass sie es ist, die alle Rechnungen bezahlt und gleichzeitig der Loverboy Heimweh bekommt, weil er zuhause noch viele andere Frauen beglücken könnte. Na, ist das eine Story? Die Verlage werden Ihnen das Manuskript aus den Händen reißen. Der Verkauf der Filmrechte ist garantiert. Schon deshalb, weil so ein Thema ja noch nie da war. Die wenigen Autoren, die vereinzelt heute schreiben, erfinden lieber allerlei Elfen, Zwergen und Fees oder sie kopieren mich und erzählen von Werwölfen, Friedhöfen, schießenden Getränkeautomaten, Gartenscheren und anderen Monstern anstatt über das Nahliegenste zu schreiben, nämlich das, was sie kennen.
Um die Damenriege jetzt noch abzuschließen: wenn Sie zu den reiferen Vertreterinnen zählen, also an der Schwelle zum Seniorenalter stehen und aufgrund ihrer Lebenserfahrung distanziert-gelangweilt auf Ihr soziales Umfeld blicken, dann ziehen Sie einfach die Miss-Marple-Version aus Ihrer altmodischen Handtasche: alleinstehende, ältere Dame (ehemalige Finanzbeamtin, Buchhalterin, Arzthelferin, zur Not geht auch TV-Richterin) löst als Alleinermittlerin in ihrer Freizeit dubiose Todesfälle, die nach Mordverdacht schreien, denen die Polizei aber aus unerfindlichen Gründen nicht nachgehen will. Auch hier brauchen Sie keine Angst zu haben, dass das Thema zu abgeschmackt ist. Die Leser wollen nichts Anderes.
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