„Weltenbummlerin: Das Kontinuum“ von Lou E. Proll


Götter sind auch nur Menschen!

Was würdest du tun, wenn du feststellst, dass du dein ganzes bisheriges Leben bloß mit Warten verbracht hast? Emma Peterson, ewig im Schatten ihres umtriebigen Mannes Karl, sieht die Stunden und Tage an sich vorüberziehen. Sie wünscht sich nichts sehnlicher als das friedliche Familienleben. Doch als Karl plötzlich und ohne jede Vorwarnung verschwindet, ist sie gezwungen, ihr geliebtes Zuhause zu verlassen. Mit einem leibhaftigen Schutzengel an ihrer Seite macht sie sich auf die beschwerliche Suche nach Karl, und lernt Seiten ihrer Welt kennen, von denen sie nie zu träumen gewagt hat. Sie wird zur Weltenbummlerin.

Über Glauben, Schmerz und die Freude, am Leben zu sein. Ein bunter Mix aus geheimnisvoller Fantasy, nachdenklichem Reiseabenteuer und einem Katz- und Mausspiel, das die gesamte Menschheitsgeschichte umfasst.

Die Geschichte bildet eine Einheit mit dem ersten Band „Weltenwanderer: Das Kontinuum“, ist aber keine direkte Fortsetzung. Die Bücher sind zwei Seiten derselben Medaille und können in beliebiger Reihenfolge gelesen werden.

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Leseprobe

Prolog
»Ich frage Sie noch einmal. Wo ist mein Mann?« Emma lehnte sich vor und sah den Anzugträger, der vor ihr saß, eindringlich an.
Er schnaubte verdutzt. »Sie sind wirklich ganz schön forsch, Fräulein.« Für einen Augenblick entgleiste seine Mimik und er brach den Blickkontakt ab. Sehr gut.
»Sie haben ihn auf diese Reise geschickt«, sagte Emma, »Sie sind der Verantwortliche. Ich verlange eine Erklärung.«
Sie starrte ihn weiter an, blinzelte so selten wie irgend möglich. Ihr Herz schlug ihr bis in den Hals; es kostete sie große Mühe, ihren Atem ruhigzuhalten, doch sie durfte sich nichts anmerken lassen.
Bislang war ihre Scharade erfolgreich gewesen, aber jeder noch so kleine Fehler mochte das Blatt wenden. Ihr Gegenüber kannte zweifellos diese Taktik, und der Grund, aus dem er ihr erlaubt hatte, den Spieß umzudrehen, war, dass er sie unterschätzt hatte. Dieses Überraschungsmoment musste sie nutzen.
»Also?«, fragte sie. Es wurde Zeit, den Druck zu erhöhen. »Reden Sie endlich, oder soll ich die Behörden über Ihr kleines Versteck hier informieren?«
Die Pupillen des Anzugträgers weiteten sich. »Das wird nicht nötig sein«, sagte er tonlos. Emma hatte ins Schwarze getroffen. Nicht, dass sie darauf brannte, es mit noch mehr Uniformierten zu tun zu bekommen.
»Wieso sollte ich es nicht tun?«, fragte sie. »Ich könnte Sie daran hindern, noch mehr unschuldige Leute verschwinden zu lassen.«
War es gefährlich, diesen Leuten zu drohen? Mit Sicherheit. Emma fühlte einen verräterischen Schweißtropfen auf ihrer Stirn. Er durfte nicht hinabrollen.
»Sind Sie noch anwesend?«, bohrte sie weiter und hob demonstrativ die Augenbrauen. »Sprechen Sie noch Teutsch?«
Der Mann blinzelte lange und atmete tief durch die Nase aus. »Also schön«, seufzte er schließlich. »Ich sage Ihnen, was ich weiß.«
Emma fielen neunhundertdreiundvierzig Steine vom Herzen. Sie erlaubte sich einen tiefen Atemzug und nickte. »Gut. Danke. Und, was wissen Sie also?«
»Nichts«, entgegnete der Mann. »Absolut nichts.«

[…]


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