„Das Spiel der Wächter“ von Sabine Buxbaum


2020. Die Menschen haben mit den Vampiren nach dem verheerenden Krieg einen Friedensvertrag geschlossen. Doch der Frieden droht zu zerbrechen, als mehrere Vampire von Menschen in einen Hinterhalt gelockt und brutal ermordet werden.

Schnell ist klar, dass ausgerechnet Wächter, diejenigen Menschen, die für den Frieden einstehen und ihn verteidigen sollen, an dem Attentat beteiligt waren. Fortan stehen die Wächter, allen voran Amy und ihre Brüder Daniel und Michael, unter Verdacht. Dabei ist bekannt, dass die Vampire und vor allem ihr neuer Anführer Jakob gnadenlos sind, wenn es darum geht, Morde an ihresgleichen zu rächen. Es beginnt ein gefährliches Spiel um Macht zwischen Menschen und Vampiren, bei dem sich Amy mehr als einmal entscheiden muss, auf welcher Seite sie steht. Denn Jakob kommt ihr nicht nur im Verlies gefährlich nahe, sondern auch in ihrem Schlafzimmer …

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Leseprobe

Seit es Menschen gibt, leben auch die Vampire unter ihnen. Obwohl nicht bekannt ist, wann und wie der erste Vampir geschaffen wurde. Alles, was man wusste, war, dass die Vampire ihren Ursprung in Europa haben und mit der Kolonisation nach Amerika auswanderten. Lange Zeit hielten sie sich im Verborgenen auf, aber als ihre Zahl zunahm, krochen sie aus dem Untergrund hervor. Sie erlebten die Entwicklungen der modernen Zeit mit und wollten ebenso daraus aus den Vollen schöpfen wie die Menschen.
Als die Vampire Länder und Eigentum für sich beanspruchten, kam es im Jahr 2000 zu einem Aufstand. Auch wenn es im weitläufigen Amerika genug Platz für die Vampire gegeben hätte, so wollten ihnen die Menschen keinen Raum gönnen. Es begann mit Unruhen und Streitigkeiten, aus denen sich schließlich der erste Krieg zwischen Menschen und Vampiren entwickelte – mit mehr Opfern auf der menschlichen Seite.
Im Anschluss verleibten sich die Vampire Gründe und Ländereien ein, denn sie fühlten sich in ihrer Überlegenheit den Menschen gegenüber sicher.
Die Menschen versuchten, den Vampiren auszuweichen. Aber der Hass gegen die Vampire wurde durch den ersten Krieg geschürt, und er wurde genährt durch verheerende Umweltkatastrophen und Anschläge in den folgenden Jahren. Die Gefahr einer dunklen Bedrohung machte sich unter den Menschen breit.
Als es im August 2005 zu massiven Überschwemmungen in Louisiana kam, ausgelöst durch einen der stärksten Hurrikane der damaligen Zeit, brach die Angst der Menschen völlig los.
Viele wurden in den Fluten vermisst und nie mehr gefunden. Die Menschen aber machten nicht die Katastrophe dafür verantwortlich. Sie verdächtigten die Vampire, mit dem Verschwinden der Vermissten in Verbindung zu stehen.
Die Ereignisse hatten die Menschen aufgestachelt. Angst, Verzweiflung und Hilflosigkeit mündeten in Schuldzuweisungen und Verdächtigungen. Am Anfang waren es nur kleine Kämpfe, doch diese breiteten sich wie ein Buschfeuer aus, und so kam es zum zweiten Krieg zwischen Menschen und Vampiren, der weit grausamer war als der erste.
Die Menschen hatten in der Zwischenzeit gelernt, sich zu verteidigen, indem sie sogenannte Wächter ausbildeten, geschult im Kampf gegen die Vampire. In fast allen Städten gab es sie und sie hatten nur eine Aufgabe: die Menschen vor den Vampiren zu schützen. Die Kombination aus alten Waffen und moderner Technik ermöglichte ihnen eine bestmögliche Verteidigung.
Während im ersten Krieg hauptsächlich die Menschen Verluste zu verzeichnen hatten, so fielen im zweiten Krieg auch massenweise Vampire im Kampf.
Doch als das Blutvergießen Ausmaße annahm, die von beiden Seiten nicht mehr zu ertragen waren, entschlossen sich Menschen und Vampire dazu, einen Friedensvertrag zu schließen. Die Verhandlungen waren zäh und dauerten lange, aber am Ende konnten die Vertreter beider Völker ein Ergebnis erzielen, das beide akzeptierten.
Es gab immer wieder Abtrünnige unter Menschen und Vampiren, die den Friedensvertrag gefährdeten. So übernahmen die Wächter die Aufgabe, die Erfüllung auf Seiten der Menschen sicherzustellen. Auch bei den Vampiren erkor man Anführer, die für Ordnung sorgten.
Doch in einigen Köpfen verhafteten die Grausamkeiten der Kriege und der Hass blieb. So stand der Friedensvertrag von Beginn an auf schwachen Säulen.

[…]


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