In einem Geflecht aus drei bewegenden Geschichten treffen Verlust, Hoffnung und der Wunsch nach Neubeginn aufeinander.
Lisa findet endlich die Kraft, sich von ihrem toxischen Freund zu trennen, um wieder zu sich selbst zu finden. Dazu braucht es Mut, denn eine unerwartete Situation bringt sie an ihre Grenzen; wie soll sie sich entscheiden?
Emma steht vor den Scherben ihrer fünfjährigen Ehe, in der die Liebe langsam verblasst ist, und entscheidet sich für einen schmerzhaften Neuanfang. Sie findet sich damit ab, weiterhin ein Singleleben zu führen, doch da passiert etwas, womit sie niemals gerechnet hat.
Finns Ehe ist gescheitert und er schwört sich, nie wieder zu heiraten. Als attraktiver Mann in den besten Jahren meidet er jegliche Annäherungsversuche, bis er, ja, bis er einer verstörten jungen Frau begegnet.
In einer Welt voller Zweifel, Ängste und Hoffnungen suchen drei Menschen nach dem wahren Glück und erkennen, dass das Leben zwar eine Baustelle sein mag, aber auch voller Überraschungen und unerwarteter Chancen steckt.
Ein Roman über Verlust, die Kraft der Liebe, die Überwindung von Ängsten und den Mut, sich selbst neu zu erfinden.
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Leseprobe
EMMA
Es ist acht Uhr abends, als Emma nach Hause kommt. Sie zieht den Mantel aus und geht in der Küche direkt zum Kühlschrank. Dort verharrt sie einen kurzen Augenblick, nimmt dann eine Flasche Wasser heraus, die Weinflasche lässt sie stehen. Martin ist noch nicht da. Mal wieder nicht. Sie lässt sich im Salon in einen Sessel fallen und legt die Beine auf einen Hocker.
Das Verlagsprogramm hat sie abgeändert, aber die junge Autorin hat sie nicht rausgenommen, sie ist nun auf der letzten Seite aufgeführt. Emma hat es nicht übers Herz gebracht. Sie will auch weiterhin bei den verschiedenen Zeitungen für sie werben, aber nicht via Verlag, sondern als Privatperson. Sie muss das tun. Sie muss dieser jungen Autorin eine Chance geben, doch sie weiß ganz genau dass sie raus ist, wenn ihr Chef das spitzkriegt.
„Was soll’s“, murmelt sie, steht auf und holt nun doch die Flasche Weißwein aus dem Kühlschrank.
Die Eingangstür öffnet sich. „Verdammte Scheiße, wartest du schon lange auf mich? Entschuldige bitte. Martin betritt den Salon und setzt sich aufs Sofa. „Sollen wir jetzt besprechen, wie es mit uns weitergeht, oder möchtest du zuerst etwas essen?“
„Wir können bei Essen darüber sprechen.“ Emma steht auf und hält ihm die Flasche hin. „Möchtest du auch ein Glas?“
Martin schüttelt den Kopf. „Ich brauch etwas Stärkeres, ich hol mir gleich was.“
„Gut, dann schau ich in der Küche nach, was Marianne in den Kühlschrank gestellt hat.“ Ich komm gleich nach“, ruft Martin und geht an den Barwagen.
Im Kühlschrank findet Emma frischen Kartoffelsalat, Schinken und im Brotkorb frische Brötchen.
Martin kommt mit dem Glas in der Hand in die Küche und setzt sich. „Wie ich am Telefon bereits erwähnt habe, habe ich heute mit einem Anwalt über unser Vorhaben gesprochen. Er meint, wenn alles zwischen uns klar ist, auch in Bezug auf das Finanzielle, dann würde eine Scheidung leicht über die Bühne gehen. Wir sollen im Januar einen Termin mit ihm vereinbaren, um die Einzelheiten zu besprechen. Bist du damit einverstanden?“
Emma nickt. Sie betrachtet Martin. So endet eine große Liebe. Ohne Emotionen, ohne Tränen. Sie räuspert sich, nimmt einen Schluck Wein, versucht den Kloß in ihrem Hals hinunterzuspülen.
[…]
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