„Sommersprossen zum Dessert“ von Regina Wall

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Ein romantisches Himmelbett für zwei Fremde …

Zu geheimnisvoll, zu männlich und zu sexy – so wirkt Nikolas bei ihrer ersten Begegnung auf Yvonne. Ganz klar: Kein Mann für sie! Eigentlich hat sie sich von ihrer Schwester nur zu diesem Kurzurlaub mit deren Freunden überreden lassen, um ihre geplatzte Verlobung zu vergessen. Dumm nur, dass sie mit diesem Prachtexemplar von Mann wegen einer Fehlbuchung für fünf Nächte ein Zimmer in einem romantischen Landhotel teilen muss. Denn dabei bringt Nikolas Yvonnes Blut ordentlich zum Kochen.

Trotz der knisternden Spannung zwischen den beiden weiß Yvonne aber eins mit Sicherheit: Sie wird nie etwas mit einem Frauenhelden wie Nikolas anfangen! Doch das Leben trifft seine eigenen Entscheidungen und hat so manche Überraschung in petto!

Eine zauberhafte Liebeskomödie mit herzerwärmender Story, witzigen Dialogen und einer gehörigen Portion Sex-Appeal.

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Kennenlernen: Regina Wall

Leseprobe

Nach einer kurzen Begrüßung raunte Yvonne ihrer Schwester zu, dass sie sich jetzt endlich einchecken würde. Als sie dem Portier ihren Namen nannte, fragte sie noch, ob sie ein Nichtraucher­zimmer habe.
„Ja, natürlich. So wurde es bestellt“, meinte der freundliche Mitarbeiter, dessen blonde Haare einen schönen Kontrast zur dunklen Uniform bildeten. „Und hier sind ihre Schlüssel, Frau Peters.
Yvonne starrte überrascht auf die beiden schweren Schlüssel­anhänger mit derselben eingravierten Zimmernummer, die ihr der Mann entgegenschob. „Warum zwei?“
„Nun, die meisten Gäste möchten zwei Schlüssel.“  
Zwei Schlüssel?! Yvonne verstand die Welt nicht mehr. Wahrscheinlich drückte ihr Gesicht dieselbe Ratlosigkeit aus, die sie empfand, denn der Portier deutete nacheinander auf die beiden Anhänger und erklärte ihr langsam, aber freundlich, als wenn er mit einem Kleinkind sprechen würde: „Ein Schlüssel ist für Sie. Und ein Schlüssel für Herrn Wulff.“
Für Herrn Wulff? Herrn Wulff?!!!
„Warum Herrn Wulff?! Ich kenne den Mann doch gar nicht.“ Yvonnes Herz begann zu klopfen. „Ich habe ihn heute zum ersten Mal gesehen. Wieso sollte ich mit ihm ein Zimmer teilen?“
Der Portier zog erstaunt die Augenbrauen hoch. „Weil Sie beide für ein Doppelzimmer gebucht sind.“ Er schaute erneut im Computer nach. „Gehören Sie etwa nicht zusammen?“
Noreen, die den Wortwechsel und Yvonnes Aufregung mitbe­kommen hatte, trat hinzu. „Gibt es ein Problem?“
„Scheinbar gehört Herr Wulff laut Buchung zu mir.“ Yvonne schüttelte heftig den Kopf, dass sich noch ein paar rostrote Strähnen mehr aus ihrem Knoten lösten. „Da liegt ein Fehler vor. Ich habe ein Einzelzimmer buchen lassen. Geben Sie mir also bitte einfach ein anderes Zimmer.“
„Wenn das so leicht wäre, würde ich das gern tun. Aber wir sind leider ausgebucht“, meinte der Portier bedauernd und entschuldigte sich kurz, um etwas im Büro nachzusehen.
Das durfte doch nicht wahr sein! Das Albtraumwochenende begann ja noch schlimmer, als Yvonne befürchtet hatte.
„Nikolas, komm bitte mal. Hier gibt es ein Problem“, rief Noreen Hannes‘ Freund zu.
„Wenn ich fünf Nächte lang neben einem nach Zigaretten stinkenden Playboy-Abenteurer liegen muss, kotz‘ ich“, zischte Yvonne ihrer Schwester halblaut zu.
„Vielleicht hast du ja Glück und er raucht nur Zigarillos.“
„Haha.“
Der Portier kehrte aus seinem Büro zurück und bestätigte Hannes‘ Zimmerreservierung in dem Moment, als Nikolas sich zu ihnen gesellte.
„Was gibt’s?“, fragte er mit müder Stimme. Noreen setzte ihn kurz ins Bild, während Yvonne mit ärgerlich klopfendem Herzen da­nebenstand und auf die Schlüssel starrte.
„Herrn Webers Buchung wegen des Einzelzimmers für Frau Peters war richtig“, erklärte der Portier. Dann deutete er auf das Datum. „Zu der Zeit hatten wir allerdings ein neues Software-Update, das uns vereinzelte Probleme bei den Reservierungen bereitete. Womöglich hat sich da auch diese Fehlbuchung eingeschlichen.“ Der Vorfall war ihm sichtlich peinlich. „Der Fehler liegt also beim Hotel.“
„Und es ist wirklich kein anderes Zimmer frei?“, versuchte Yvonne es noch einmal. Sie spürte, wie sich brennende Verzweiflung ihre Speiseröhre hochfraß. Als der Portier den Kopf schüttelte, fragte sie resigniert: „Ich nehme an, im Zimmer stehen keine zwei Einzel­betten?“  
„Tut mir leid. Aber das widerspricht der Philosophie unseres Hauses, das hauptsächlich von verliebten Paaren frequentiert wird“, meinte er teilnahmsvoll.
„Und die anderen haben alle Doppelzimmer bekommen?“, versuchte Yvonne es weiter.
Noreen nickte bestätigend. „Soweit ich weiß.“
Nachdem er alles durchgesehen hatte, bestätigte er ihre Vermutung. „Leider sind auch unsere wenigen Zustellbetten belegt.“
„In der näheren Umgebung gibt es wohl kein anderes Hotel oder eine kleine Pension?“ Yvonne wollte nicht zu schnell aufgeben. Scheinbar war es diesem Nikolas völlig egal, neben wem er schlief, so eifrig, wie er sich bei einer Lösungsfindung beteiligte. Immerhin roch er nicht wie ein überquellender Aschenbecher, sondern verströmte trotz seiner lotterigen Kleidung einen angenehmen, dezenten Duft.
„Das nächste Hotel befindet sich mehr als fünfzehn Kilometer entfernt. Bei uns soll man die Möglichkeit haben, sich fernab vom hektischen Alltag erholen zu können. Deshalb liegen wir so weit draußen auf dem Land.
Na toll!, dachte Yvonne. Dann hatten sie ja alles richtiggemacht. Hier sagten sich noch nicht mal Fuchs und Hase gute Nacht.
Der Portier lächelte entschuldigend. „Eventuell gibt es private Zimmer zwei Orte weiter. Da müsste ich mich aber erst erkun­digen.“
Frustriert seufzte Yvonne innerlich auf. Sie hatte eigentlich keine Lust, woanders zu wohnen, wenn sie mit ihrer Schwester endlich mal wieder ein paar freie Tage verbringen konnte.

[…]


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