„Das Amulett der Si’ha’yinn“ von Angelina Reldyf

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Können ein magisches Amulett und eine uralte Prophezeiung das Schicksal bestimmen?

Demyavan, ein magisch begabter junger Mann, muss in der mittelalterlichen Welt Tyrins seine Bestimmung und seinen Weg finden. Sein altes Leben hinter sich lassend, findet er außergewöhnliche Freunde und Freundinnen wie Ciril und Melyra, deren Pfad ebenfalls verschlungen ist. Während er sich, dank einer besonderen Vampirin, zwischen Liebe und Macht entscheidet, retten sie nebenbei die Welt vor einer dunklen Bedrohung.

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Leseprobe

Demyavan ließ sich an einem großen Baum an einer dunklen Stelle nieder. Noch ein Stück weiter und sie würden seine Umrisse nicht mehr klar erkennen können, im schwarzen Wald sah man seine eigene Hand vor Augen nicht.
Die Vampire wollten ihren Pferden die Trensen sowie die Sättel abnehmen, sie schenkten ihm keinerlei Beachtung. Eine günstige Gelegenheit ergab sich für ihn, als die junge Vampirin ihrem Pferd die Trense über den Kopf zog und der Vampir damit beschäftigt war, den Sattel von seinem Pferd zu lösen. Demyavan kroch in den Schatten des nächsten Baumes und verschwand gänzlich in der Dunkelheit.
„Dein Junge ist dumm, Valerie,“ knurrte Sandor ohne sich umzudrehen. „Er weiss noch nicht mal, dass wir viel besser in der Nacht hören und sehen können als er.“ Der halblaut ausgesprochene Satz drang gerade noch an Demyavans Ohren, während er zu laufen begann. Miteinkalkuliert hatte er die Nachtsicht der beiden, schade dass sie seine Flucht so schnell bemerkt hatten. Er hoffte trotzdem in der Dunkelheit bessere Fluchtchancen zu haben als bei Tage. Während des Laufens konzentrierte er sich darauf mit der Nacht eins zu werden. Vielleicht würde ihm seine Magiebegabung helfen. Valerie zögerte derweil mit der Verfolgung. Der Vampir hob die Augenbrauen hoch „Entkommen wird er nicht, lass uns jagen, wenn ich ihn zuerst habe, töte ich ihn.“ Er machte eine auffordernde Kopfbewegung und sie stürzten gleichzeitig los.
Irritierend, die meisten Menschen konnten sie nachts einwandfrei sehen, aber Valerie konnte nicht mit Sicherheit sagen, zwischen welchen Bäumen er verschwunden war, auch seine Fährte war sehr undeutlich. Sandor sprang nach rechts, da war sie sich zumindest sicher, dass er falsch lag. Als Naturzauberer schien Demyavan die Nacht zu nutzen, um sich zu verbergen. Aber wie bei fast allen Wesen, konnte sie ihn fühlen. Andere Vampire rochen extrem gut mit ihrer Nase oder waren wie Sandor sehr stark sowie schnell. Ihr Geruchssinn war sehr fein, nur Schnelligkeit und Stärke fehlten ihr. Dafür roch sie andere Lebewesen nicht nur, sondern konnte sie fühlen, besonders starke Gefühle wie Angst waren für sie überdeutlich. Weshalb sie auf Menschen, Elfen, Zwerge sowie ähnliche Rassen in ihrem Speiseplan verzichtete, sogar Tiere jagte sie selbst ungern, weil die Verzweiflung des Tieres über sie wallte, sobald sie eins gefangen hatte. Erstaunlicherweise fühlte sie bei dem jungen Mann nicht absolute Furcht, sondern lediglich ein wenig Angst und Aufregung. Sie schoss in die Richtung, aus der das Gefühl kam. Verdammt, jetzt schien es aus einer anderen Richtung zu kommen. Konnte er das beeinflussen? Erstaunlich. Statt blind in die Richtung zu stürzen aus der die Empfindung zu kommen schien, wählte sie absichtlich eine andere und als sie die Baumreihe entlang raste, erblickte sie ihn knapp vor sich.

[…]


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