„Leidende lügen nicht“ von Allan Rexword


In einer verfallenen Villa in Ostdeutschland, Schauplatz einer tödlichen Tragödie zur Weihnachtsfeier im Jahre 1993, jagt die Amateur-Youtuberin Karin Gerüchten von ruhelosen Geistern nach. Aber sie ist nicht allein. Lutz und Rüdiger, professionelle Schatzjäger, sind dort ebenfalls auf der Suche nach einem verborgenen Tresor und seinen Geheimnissen.

Als sich ihre Wege kreuzen, entdecken sie, dass die Villa mehr verbirgt, als sie erwartet hatten. Ein finsteres Mysterium, tief in den Mauern versteckt, fordert ihren Mut heraus. Was als harmloses Abenteuer begann, mündet rasch in einem verzweifelten Kampf ums Überleben.

Werden sie das Rätsel lösen, bevor die Villa sie mitsamt ihren Mysterien für immer verschluckt?

Halloween-Lesetipp: Ein nervenaufreibender Mystery-Grusel-Thriller, der dich in ein Labyrinth aus dunklen Geheimnissen und unerwarteten Wendungen entführt.

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Leseprobe

Immer tiefer schlich sie in das alte Gemäuer. Leider fand sie keinen weiteren Treppenabgang. Falls ihre Verfolger mit einer kräftigen Taschenlampe in den Flur leuchteten, stünde sie wie auf dem Präsentierteller. Eventuell gab es hier eine Möglichkeit, aus dem Fenster zu klettern? Von außen rankte sich Efeu über die Wände. Mit pumpendem Atem hielt sie inne und legte wahllos ihre Hand auf die kühle Messingklinke des nächsten Raumes. Langsam schob sie die quietschende Tür auf.
Spinnenweben zerrissen. Deren fette Baumeister huschten empört davon, als das Türblatt sich schabend über verzogene Bodendielen in das Zimmer öffnete. Mit der Hand fegte sie die klebrigen Fäden beiseite und trat ein. Vorsichtig schob sie die Tür wieder zu.
»Wow. Schaut euch das an«, flüsterte sie in die Kamera und schwenkte sie in die Runde.
Trotz ihrer potenziellen Verfolger konnte sie sich der Faszination nicht entziehen. Die Möbel schienen bereits im vorletzten Jahrhundert gefertigt worden zu sein. Ein ausladendes Himmelbett, Spiegelkommode mit bequemem Sessel, eine Sitzecke mit Teetisch und eine weitere Tür, die vermutlich in ein separates Badezimmer führte. Aufgrund der dicken Staubschicht und des fahlen Scheins ihres Smartphones wirkte alles fast wie in einem Schwarz-Weiß-Film. Die Fensterläden gegenüber waren geschlossen.
»Okay, Leute. Hier sind wir also. Hinter mir sieht es so aus, als wären eine Menge überdrehter Geister oder so etwas in der Art, und vor mir ist der einzige Ausweg – durch das Fenster im ersten Stock.« Kurz wechselte sie die Kamera auf ihr Gesicht. Im glimmenden Schein des Displays fuhr sie im verschwörerischen Tonfall fort: »Aber hey, you know me. Zusammen haben wir schon Schlimmeres erlebt. Erinnert ihr euch noch an den U-Boot-Bunker in Bremerhaven? Die Typen, die sich dort eingenistet hatten und …«
In diesem Augenblick hörte sie das deutliche Schaben der in der Finsternis liegenden Zimmertür, als diese sich öffnete.

[…]


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